Theaterproduktionen

Man kann nicht
in die Zukunft schauen
aber man kann den Grund
für etwas Zukünftiges legen –
denn Zukunft kann man bauen.

Antoine de Saint-Exupéry

Sommertheater - Open Air

2016

“Don Quijote von der Mancha”

von Heiner Kondschak

Durch seine Begeisterung für Ritterromane will der Gutsbesitzer Alonso Quijada als fahrender Ritter Don Quijote von der Mancha für Recht und Ordnung kämpfen. Als  „Ritter von der traurigen Gestalt“ macht er sich  gemeinsam mit seinem treuen Knappen Sancho Panza und seinem Pferd Rocinante auf den Weg, um die Liebe seiner Herzensdame, Dulcinea von Toboso, zu erringen. Ihr zu Ehren stürzt er sich in zahlreiche Abenteuer, wird verspottet und gedemütigt. Doch  immer wieder zieht er heldenhaft in den Kampf für seine Ideale und Träume.

Hier sehen Sie einen kurzen Filmausschnitt dieser Produktion!

Spiel: Fridolin Blasl,  Anna Brückl,  Eva Hammer, Andrea Hörhan, Ingrid Heinrich, Elisabeth Heinrich, Lisa Huber, Linda Van de Lindt, Margit Steinmetz-Tomala

Musik: Stephanie Azesberger, Michel Van de Lindt

Regie: Ilse Wagner

Produktionsleitung: Heinz Reiter

Fotos 3 bis 5 von Michaela Reiterer
Fotos 6 bis 21 veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von:
Günther Danninger, Ronthal Studios

2015

„Es faustet“

Commedia dell´arte trifft Goethe auf dem Pienkenhof

Unter der Regie von Ilse Wagner setzen sich die Schauspieler und Schauspielerinnen der „Theatergruppe Pienkenhof“ mit dem Puppenspiel von Doktor Faust sowie Goethes Zugang zum „Fauststoff“ auseinander. Dass dabei auch gelacht werden darf, garantieren die Commedia-Figuren Pantalone, Dottore, Brighella, Smeraldina, Colombina und Arlecchino.

Seit wann faustet es?

Vor rund 500 Jahren kursierten die ersten Gerüchte um einen Mann namens Georg Faust aus Knittlingen. Er gehörte zu denen, die von Marktplatz zu Marktplatz zogen, Geschichten erzählten, Kranke heilten, Wundermittel verkauften, die Zukunft voraussagten und aus den Sternen lasen. Sie waren halb Gaukler, halb Gelehrte. Vor allem mussten sie gute Schauspieler sein, um die Menschen in ihren Bann zu ziehen. Als Doktor Georg Faust dann um 1540 wahrscheinlich bei einer Explosion in seinem alchemistischen Labor ums Leben kam, war der Fall klar. Dieser Mann war im Bund mit dem Teufel. Vom Höllengeist hatte er sein ganzes Wissen und seine Fähigkeiten und so war es nicht verwunderlich, dass dieser ihn mit lautem Knall und viel Rauch geholt hatte.

Wenige Jahre später schon machte Johann Spies diesen Georg Faust zum Protagonisten seiner christlich-moralischen „Historia von D. Johann Fausten“ und verhalf ihm so zu Popularität.

Bald danach, etwa um 1600, brachte der englische Theaterdichter Christopher Marlowe, ein Zeitgenosse Shakespeares, sein Fauststück auf die Bühne. Es wurde ein Riesenerfolg. Englische Wandertheatergruppen, die vor der Pest flohen, brachten es nach Deutschland. Schon bald spielten die Marionettenbühnen ihre Fassungen des „Faust“. Eine davon hat auch der junge Goethe gesehen.

Wie faustet es am Pienkenhof?

In unserem Stück „Es faustet“ haben wir uns sowohl bei den diversen Puppenspielfassungen als auch bei Goethes „Faust“ bedient und Pluto, den Höllenfürsten, sowie Goethe, den Dichterfürsten, aufeinander treffen lassen. Während Pluto das alte Puppenspiel bevorzugt, in dem Faust am Ende zur Hölle fährt, möchte Goethe eine andere Variante der alten Sage schreiben.

Dass die beiden dazu die Darsteller der Commediatruppe benutzen, führt natürlich zu allerlei Komik. Denn diese haben alle Hände voll zu tun, um sowohl Teile des Puppenspiels als auch einige Ideen Goethes auf die Bühne zu bringen. Doch echte Commediafiguren, die in der Kunst der Improvisation wahre Meister sind, lassen sich davon nicht abschrecken.

2014

“Die Tödin tanzt”

MEMENTO MORI & PURE LEBENSFREUDE

2014 ist es bereits das dritte Mal, dass sich die Theatergruppe Pienkenhof der italienischen Maskenkomödie - der Commedia dell’arte - in guter alter Tradition widmet.

 Dazu beschäftigen wir uns heuer mit mittelalterlichen Totentanz-Motiven, die von der Unausweichlichkeit des Sterbens berichten. Doch keine Rechnung ohne den Wirt: Der gewitzte Mensch hat natürlich seit jeher versucht, sein Schicksal zu umgehen, wie uns in unzähligen Geschichten überliefert ist.
Was passiert also nun, wenn der Tod kein Tod ist, sondern eine Tödin? Und diese sich noch dazu nicht mit normalen Menschen, sondern mit Commedia-Figuren anlegt?

MITWIRKENDE

Schauspiel:

Morana, die Tödin Gerda Kocher

Luzi, ihr Gehilfe Luca Steinmetz-Tomala

Principessa Elisabeth Heinrich

Pantalone Ingrid Heinrich

Dottore Margit Steinmetz-Tomala

Capitano Christian Leutgeb

Colombina Manuela Hochedlinger

Smeraldina Andrea Hörhan

Arlecchino Lisa Huber

Puppenbau: 3 C der BAKIP Linz unter der Leitung von Josef Perfler

Bühnengestaltung: Regina Wahlmüller

Produktionsleitung und Komposition: Heinz Reiter

Musik: Iris Diesenreiter, Wilhelm Dorninger, Heinz Reiter

Regie: Ilse Wagner

2013

„Die chinesische Prinzessin“

Carlo Gozzi, ein italienischer Theaterdichter des 18. Jahrhunderts, verband in seinen Theaterstücken die Figuren der Commedia dell´arte mit orientalischen Märchenstoffen.

Der Name “Turandot”, eigentlich “Turanducht”, übersetzt: “Turaniertochter”, stammt ursprünglich aus dem Persischen und ist die Heldin einer Erzählung aus der orientalischen Märchensammlung „1001 Tag“. Die Prinzessin Turandot gibt den Bewerbern um ihre Hand Rätsel auf und lässt diese töten, falls sie die richtigen Antworten nicht kennen.

Der Turandotstoff wurde 1762 von Carlo Gozzi für die Commedia dell’arte unter dem Titel “La Principessa Turandot” bearbeitet. Friedrich von Schiller schrieb 1802 diese Fassung für die deutsche Bühne um. 
Es gibt Opern von Busoni (1917) und die wohl berühmtere Komposition von Giacomo Puccini (1926)

In unserer Fassung reisen Pantalone, Brighella, Colombina und Arlecchino in das sagenhafte Märchenland China, um dort ihr Glück zu versuchen. Sie geraten in den Bann der schönen und klugen Prinzessin Turandot und werden in ihr Rätselspiel hineingezogen.

Hier sehen Sie einen kurzen Filmausschnitt dieser Produktion!

Charakteristik der Commediafiguren:

Pantalone: ist ein venezianischer Kaufmann im fortgeschrittenen Alter, ein Geizhals, der immer auf Liebschaften aus ist.

Brighella: ist der listige Diener, der gerne andere für sich arbeiten lässt.

Colombina: Sie ist eine Kammerzofe bäuerlicher Herkunft, ist heiter und kann sich selbst behaupten, sie ist aktiv ins Intrigenspiel verwickelt. Sie stellt sich schützend vor ihre Herrin und findet immer einen Ausweg.

Arlecchino: Er ist bäuerlicher Herkunft und muss sich in den Städten durch niedrige Dienste seinen Lebensunterhalt verdienen. Er ist der Typ des durchtriebenen Spaßvogels.

Nachlese – „Die chinesische Prinzessin“

Zum ersten Mal in der Reihe unserer Open–Air–Produktionen wurden wir mit strahlendem Sommerwetter belohnt.

In diesem Jahr gab es kein Zittern vor plötzlich ausbrechenden Gewittern und kein banges Warten, ob denn der starke Regen rechtzeitig nachlassen würde, damit wir spielen könnten, wie es in anderen Jahren der Fall gewesen war.

So konnten wir völlig unbeschwert unser Publikum ins ferne China entführen und mit ihm danach in lauen Sommernächten bei einem oder vielleicht auch mehr Gläschen ins Gespräch kommen.

Wir freuten uns über positive Rückmeldungen, die uns beflügeln, den eingeschlagenen Weg der Commedia dell´arte weiter zu beschreiten.

SpielerInnen: Elisabeth Heinrich, Ingrid Heinrich, Manuela Hochedlinger, Lisa Huber, Andrea Hörhan, Christian Leutgeb, Karin Leutgeb

Kostüme: Monika Matscheko, Margit Steinmetz-Tomala

Masken: Alexander Raid, Jasmin Wörister (Landestheater Linz)

Komposition: Heinz Reiter

Musik: Heinz Reiter, Laura Voggeneder, Willi Dorninger

Regieassistenz: Monika Matscheko

Regie: Ilse Wagner

Produktionsleitung: Heinz Reiter

2012
„I Dilettanti“

Die Theatergruppe Pienkenhof widmet sich in dieser Produktion der Theaterform der Commedia dell’arte.

Commedia dell´arte.

Die Commedia dell’arte ist eine Art Volkskomödie, die im 16. und 17. Jahrhundert ursprünglich in Italien heimisch war und sich dann durch Wander-Theatergruppen über ganz Europa verbreitete.

Die Schauspieler brillierten durch ihre Körpersprache und ihre Improvisationskunst. Als Textgrundlage diente ihnen beim Spiel nur eine kurze Beschreibung des Handlungsablaufs, der hinter den Kulissen angeschlagen wurde.

Das Wesentliche dieses Stegreiftheaters war und ist die Unterhaltung des Publikums. Der Hauptspaß liegt in den „lazzi“, den clownesken Einlagen, und in der Situationskomik.

Typisch für die Commedia sind die vorgegebenen Charaktere, die durch ihre Kostüme und Masken feststehende Typen bilden.

Wesentliche Charaktere der Commedia dell´arte, die in dieser Produktion vorkommen, sind Pantalone (der geizige Alte), Dottore (der Möchtegern – Gelehrte), Capitano (der prahlerische Feigling), die Amorosi (die Verliebten) und das gewitzte Dienerpaar Colombina und Arlecchino.

„I Dilettanti“ ist eine Commedia dell´arte Gruppe, die aus fünf Frauen und einem Mann besteht. Auf ihrer Reise quer durch Europa machen sie heuer Station in Kefermarkt, um auch hier ihre Kunst zu zeigen.

Hier sehen Sie einen kurzen Filmausschnitt dieser Produktion!

Erleben Sie einen vergnüglichen Theaterabend auf dem Pienkenhof und amüsieren sie sich bei den unsterblichen „lazzi“ der Commedia dell´arte!

Spiel: Heinrich Ingrid, Heinrich Elisabeth, Hochedlinger Manuela, Huber Lisa, Leutgeb Christian, Steinmetz- Tomala Margit Körpertraining: Lupo Ljubisa Grujcic (Theater in der Josefstadt/ Wien) Masken: Alexander Raid, Jasmin Wörister (Landestheater Linz) Regieassistenz: Karin Leutgeb Musik: Heinz Reiter, Laura Voggeneder, Willi Dorninger Regie: Ilse Wagner Produktionsleitung: Heinz Reiter

2011
“Göttinnendramen”
Aufruhr im Götterhimmel!

Erato. die Muse der Liebeslyrik und des Gesangs, hat sich verliebt und ist auf die Erde hinabgestiegen, um sich dort mit einem Sterblichen zu vermählen. Nun ist sie aus dem Götterhimmel verstoßen und eine Schutzgöttin der Künste fehlt.

Urania, die Himmlische, hat nun drei Musen, der Muse der Musik und Lyrik Euterpe, der Muse der Tragödie Melpomene und der Muse der Komödie Thalia, den Auftrag erteilt, unter den Sterblichen eine zu suchen, die würdig ist, in den Reigen der Musen aufgenommen zu werden.

Natürlich ist es nicht einfach, diese himmlischen Weihen zu empfangen, denn alle Kandidatinnen werden strengen Prüfungen unterzogen.

2010

Küchendramen

Die Hochzeit der Baroness steht vor der Tür und die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Über die Zubereitung des Hochzeitmahles jedoch können sich Baron und Baronin nicht einigen.
Der Baron, ein passionierter Jäger und Liebhaber der heimischen Küche, will die Gäste mit den hauseigenen Spezialitäten verwöhnen. Die Baronin hingegen zieht edlere Genüsse, zubereitet von Spitzenköchen aus der Hauptstadt, vor. Daraus entspinnen sich ein Wettstreit und eine Intrige, in die das Schlosspersonal, die Zuckerbäckerin aus der Stadt und der Bänkelsänger verwickelt werden.

Küchendramen - weitere Fotos

Spiel:    Ausweger Susanne, Haiböck Karolina, Heinrich Ingrid, Hochedlinger Manuela, Hörhan Andrea, Klawora Susanne, Kocher Gerda, Mittelmann Angelika, Peer Andreas, Reiter Heinz

Musik:                Susanne Ausweger

Regieassistenz:    Elisabeth Heinrich

Bänkelschilder:    Klasse 3 A der BAKIP Linz  unter der Leitung von Ernst Hager

Produktionsleitung: Heinz Reiter

Text und Regie:    Ilse Wagner

2009

„Witwendramen” - Nachlese

Unsere erste Theaterproduktion ist erfolgreich über die Bühne gegangen!
Zwar war uns die Wettergöttin am Beginn nicht ganz hold -  bei der Premiere mussten wir in den Stadl ausweichen und der Samstagabend bescherte uns 10 Minuten vor Schluss noch einen Regenguss - doch das Publikum harrte aus und spendete reichlich Beifall.

Hier sehen Sie einen kurzen Filmausschnitt dieser Produktion!

zu den Bildern…

Belohnt wurden wir am Sonntag mit wunderschönem warmem Sommerwetter, das auch viele Zuschauer zu einem Ausflug auf den Pienkenhof animierte.

Wir freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen in unserem Gästebuch.

Hier ein kleiner Auszug:

„Fitzgerald Kusz hätte mit dieser Theaterrevue, durch die man von einem einfühlsamen Trauerberater begleitet wurde, seine Freude gehabt.”

„Ich habe mich köstlich amüsiert; finde diese Herausforderung als Kulturstätte sehr toll.”

„Can - Can am Pienkenhof, schwarze Witwen am Pienkenhof, Natur-Ambiente am Pienkenhof, alles genial!”

„Eine wunderbare Aufführung. Bravo!  Weiter so!”

„Herzliche Gratulation! Das Theater war einfach super toll.  Die spielerische Darbietung einfach bestens. Wir haben uns sehr wohl gefühlt, werden es gerne weiterempfehlen.
Das Arial ein wunderbares Plätzchen.”

Rückblick auf das Jahr 2009

Das Ende des Jahres naht und so ist es Zeit, einen kurzen Rückblick zu halten.
Der erste Kultursommer auf dem Pienkenhof ist erfolgreich verlaufen.

Eingeweiht wurde die neue Spielstätte am 4. Juli mit einer Lesung der Gruppe „Mühlviertler-Schreib-Lust” zum Thema „Gred´t auf da Gred”, untermalt von Liedern der „Singgruppe Selker”.
Da am Nachmittag ein kräftiger Regenguss niederging, trauten nur wenige Zuschauer dem Wetter. Doch die, die den Weg auf den Pienkenhof gefunden hatten, genossen die Darbietung von Texten und Liedern. Einige blieben auch nach dem Ende der Veranstaltung beim Lagerfeuer sitzen, wo noch fleißig gesungen wurde.

Von 24. bis 26. Juli präsentierte die neu gegründete Theatergruppe auf dem Pienkenhof das Stück „Witwendramen” von Fitzgerald Kusz.

Am 14. und 15. August konnten wir die Musikkapelle Kefermarkt auf dem Pienkenhof begrüßen.
Zum stimmungsvollen Arienspiel am Freitagabend fanden sich viele Zuschauer ein.
Beim Familiennachmittag wurde das Publikum mit böhmischer Blasmusik unterhalten.

Einen wunderschönen Abschluss des Kultursommers bescherte uns am 19. September „Linea tres” mit Musik zwischen Bossa Nova, Jazz und Flamenco. Sie begeisterten das Publikum und ließen es die schon etwas kühleren Temperaturen vergessen.

Die Planung für den nächsten Kultursommer läuft schon auf Hochtouren.

Wir freuen  uns darauf, Sie auch im nächsten Sommer auf dem Pienkenhof  zu begrüßen.