Philosophisches


Meine Mutter, Inge Reiter, die schon seit einigen Jahren Lebensweisheiten in Verse verpackt, hat in humorvoller Weise modernen Sprachgebrauch aufs Korn genommen!

Super

I denk grad zruck, wia vor 50 Jahr

des Wort „Super“ nu net in unserm Wortschatz war.

Ma fragt si, wia ma früher ohne „super“ auskemma is.

Heit gangat des nimma, des is gwiß.

In da Schui hamma glernt, dass ma für oan Begriff möglichst vü Ausdrücke vawendt.

Heit genügt`s , wann ma des Wort „super“ kennt.

Wei so a vüseitig`s Wort wia des gibt`s selten.

Es tuat für guat, sche, prima und toll a gelten.

Statt „bravo, tüchtig oder Respekt“

sagst oafach „super“ und des passt perfekt.

Super muaß a für wunderbar, großartig und ausgezeichnet nu herhaltn,

klass, fesch oder pfundig sagatn mia Altn.

Und moan i groß, traumhaft oder riesig

und sag net super, so ist des spießig.

Sogar nu steigern laßt si des Superwort,

so fahr i in mein Deitschunterricht fort.

Von super auf vollsuper und megageil,

eventuell nu von supercool auf obersteil.

Wannst sagst: „Na super!“, dann moanst „oje“,

des soll dann oaner nu vasteh.

Bestimmt a jeda nu was kennt,

für was ma super nu vawendt.

Is scho praktisch, wann ma si so super unterhaltn kann,

de deitsche Sprach is wirkli super dran.

I ertapp mi selba oft dabei,

dass i vawendt den Einheitsbrei.

Für was des Hirn so strapaziern ?

Mit „super“ kannst eh fast all`s scho definiern.

Inge Reiter, *1941

Aller höherer Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr so ernst nimmt.

Hermann Hesse, 1877-1962

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Jesus von Nazareth

Der höchste Grad der Arznei ist die Liebe.

“Alle Erkenntnis der Welt, die wir auf Erden besitzen, stammt nur aus dem Lichte der Natur. Dieses Licht der Natur reicht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und ist hier so wunderbar wie dort. Im Lichte der Natur ist das Unsichtbare sichtbar.”
Paracelsus, 1493-1541

Ärzte schütten Medikamente von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten von denen sie weniger wissen, in Menschen, von denen sie nichts wissen!
Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selbst hilft.
Voltaire 1694-1778

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
Laotse, 4.-3. Jh. vor Chr.

Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, 1830-1916

“Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigte, äußere Schwierigkeiten oder innere Beschwerden zu überwinden, - als: das Bewußtsein, eine Aufgabe im Leben zu haben.”

Viktor E. Frankl 1905-1997